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Ostberlin, 1989: Während eine Frau im Koma liegt, fällt draußen die Mauer. Als die Mutter erwacht, verwarnt der Arzt gegen Aufregung. Laut ihrem Sohn wäre Bescheid über den Mauerfall sicher aufregend, deshalb kommt er auf die Idee, die vorherige DDR in ihrem Zimmer zu gestalten. Bald kommen die Probleme: es gibt gar keine Spreewälder Gurken oder Mocca Fix Gold in der Stadt. Und die Mutter will außer Bett, sie will am Fernseher gucken, Besuch von ihre Freunde bekommen ...

Trotz der Gelegenheiten der Farce kommt dieser Film eigentlich sympathisch und angenehm vor. Zwar hat den Film Komödie, auch noch Tränen aber. Am Ende muss man eher lächeln als lachen. Die Charaktere haben alle ihre eigenen Leben mit Höhen und Tiefen: sie sind sicher realer als die zunehmend unglaubwürdigen Fernsendungen, die die Mutter täglich mit ihrem Spreewälder Gurken schlucken muss.

Vielleicht auch sind die Charaktere realer als ihre abgebildete DDR oder vereinigte Deutschland - zwei Länder im selben Ort, die kaum besser als Zeichentrickländer schienen. In dem einem singt man ständig das nationale Lied während er an Mocca Fix Gold nippt; in dem anderen leben die achtziger Jahre ohne Bange oder Zweifel; keine Nostalgie hier wohnt. Dieser Mangel der Gewandtheit ist meiner Meinung nach besonders eindeutig bei dem Blick hinter dem eisernen Vorhang. Es scheint, dass der Filmregisseur hat nur so eine Zeichentrickidee im Kopf.

Trotzdem wird dieser Film bestimmt als leicht Abendentspannung empfehlt. Keine Popcorn aber: Sie brauchen bloß ein Topf Gurken!






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