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Wir sollten auf der Straße gehen, und ein paar Leute fragen, wie war das Leben vor der Wende; nach der Wende?

Jena ist in Thüringen, also vor 1989 war in der DDR. Jetzt gibt es natürlich keine Grenze mehr, aber in wie weit lebt der Mauer noch im Herzen? Ich schreibe von meiner Aufzeichnungen.

Im Touristik Büro
Am ersten waren wir im Touristik Büro gegangen. Zum Glück hat die Frau dort gleich ihre Pause, und hat uns in ihr eigene Büro geholt, um unseren Fragen zu antworten. Sie war in Jena geboren und wohnt seit immer dort. Sie hat Biologie studierte aber konnte keine Stelle als Biologin bekommen, und war in "JenaInformation" gegangen, wo sie fühlt, dass sie eine Nische gefunden hat. Damals war Jena nie so schön wie heute, trotzdem waren vielen Sowjetbürger in der Stadt angekommen, Familienbesuch oder so was; sie sprach damals gute Russische, hat aber jetzt viel vergessen.

Die letzten Jahre vor der Wende war sehr schwer. April 1989 war sie zum ersten Mal in BRD, weil ihr Mann wegen Verwandten eine Erlaubnis bekommen hat. Danach hat einen Spannungsgeladene Zeit entwickelt. Ihr Mann war bei die Demonstration in Leipzig - laut ihr hat man dabei Gänsehaut gekriegt. Es war alles sehr schwierig, aber alles hat sich gelöst - und es war nötig; es wäre nicht mehr weiter gegangen. Es gab vieles, was kaputt war ... na ja, freilich hat ihre Wohnung nur 33 Mark gekostet.

Zur Zeit der Wiedervereinigung war Jena zwar eine historische Stadt, aber es sah furchtbar aus. Sie schön machen war nicht alles leicht. Es gab nur Baustellung .... aber jetzt ist sie so wie eine Leuchtturm in Osten. Eine junge Stadt, mit besonderen Flair. Ja, es gibt genug Arbeit - viele Servicekräfte wird gebraucht. Und gibt es noch Probleme?  [Die Antwort habe ich nicht ganz verstanden, aber was zu tun mit NSU - faschistische ... ] - man kann nicht mal die Augen verschließen.  Und gibt es noch eine Zerspaltung - so ein Gefühl von "Ossis"  Je junger die Menschen, desto weniger problematisches. "Ossis sich oft in Westen sicherer fühlen" ... 


Sie hat auch über ein Schulaustausch gesprochen, die sie hat mit 16 gemacht - nur Russisch hat sie dort gesprochen. 

Der Zeuge Jehovas

Nicht so viel Zeit bliebt uns. Jeder Mensch, den wir mit unser Augen zielt, stand auf und ging, vor wir zu ihnen gegangen war. Wir hatten Angst, jemand die lauft die Straße entlang, die beschäftigt aussah, bloß zu unterbrechen. Also wir sprachen ein paar Leute an, die auf der Straßeecke bei einem kleinem Buchstand standen. Der Junge gestikuliert seiner Vater zu, der trocken lächelt und uns schnell antwortete.

Na ja, also ihre Religion war illegal; er konnte nicht studieren und konnte kein Abitur machen. Er war zwanzig Monate in Gefängnis. Es war illegal, um sich in Privatheimer zu sammeln. Die hat fast keine ihrer Literatur, es musste vom Westen geschmuggelt werden.

Nach der Wende war alles ändert. Die können sich frei versammeln; seine Söhne machen Staatsdienst, können Abitur machen, die Literatur ist da - ... er hat sein ersten Pepsi-Cola getrunken ... 
Na ja, die Rente und die Sozialhilfe sind niedriger; es gibt weniger soziale Sicherheit ... weniger Geborgenheit. Und gibt es mehr Freizeitangebote, oder weniger? Es handelt sich jetzt um Finanzprobleme: zwar ist immer etwas los, es gibt mehrere Möglichkeiten, aber man muss alles zahlen ... in DDR-Zeit war vielleicht nur das eine Konzert oder so was, nicht so viele Möglichkeiten, aber es war wahrscheinlich Kostenlos oder sehr billig ....

... Ja, der Unterscheidung hat nie verschwinden. Er fühlt sich noch diskriminiert, als Ostdeutsch. Na ja, Jena ist keine durchschnitte Stadt! Sie ist wirtschaftlich relativ gut dastehen - nicht eine typischer sozialistische Stadt - 

und jetzt mussten wir wieder ins Klassenzimmer!





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