Sep. 5th, 2014

mairs_book_reviews: (Default)
Ein langen, ziemlich verknüpften und komplizieren Roman über die Erlebnisse einer Ostpreußenstammenden Familie während des Zweiten Weltkriegs. Die Töchter Belle sitzt in Zentrum, wie ein Spinner in seinem Netz, die anderen sie herumtanzende.
Dieser Roman kommt mir völlig mittelmäßig vor. Die Tage, Woche, Monate passieren langsam und ohne bemerkenswerte Geschehnisse. Diese Art von Roman, wo man Seite vor Seite, Tag vor Tag, das alltägliche Leben der Charakter ausführlich miterlebt, sind mir wirklich egal - obwohl ich weiße, dass bei anderen sind solche Erzählungen sicheren Weise der Entspannung. Mein eigenes Leben ist normalerweise entspannender - und hat immerhin besser zum Essen.

Der Textstil ist auch meiner Meinung nach mittelmäßig und etwas matt. Alles passiert in gleichen Rhythmus, ohne Mitleid, Begeisterung oder Leidenschaft zu erwecken. Die eigene Ausnahme war, dass die Autorin benützt gern Reimwortpaare - Schritt und Tritt, Rat und Tat, aber auch viel mehr, und ich schäme mich, dass ich sie nicht gesammelte habe. Das würde interessant sein haben.

Der Goldstrahl, der durch das Buch glänzt und alles zusammen haltet, der auch dem Buch sein Titel gibt, ist das Familiengut in Ostpreußen, wo die Wilde Lupinen blühen, der Zeit steht still, und Belle immer sich ausruhen kann. Die Stärke dieses Heimatstücks, sein Zog auf Belle, gibt diesen Roman seine Farbe und sein Zweck.
mairs_book_reviews: (Default)
Ich habe diesen zwei Bücher während dieselbe Woche gelesen, und die zwei deutschen Autoren mit Migrationshintergrund dabei gegenübergestellt, die war eigentlich interessant, obwohl keiner der Bücher hat mir wirklich gefällt - nicht, dass sie nicht großartigen Bücher sind, bloß dass ich etwas heikel bin... Bei beide Bücher, kann man sich vorstellen, das er in einer Kneipe mit dem Autor ist, und über das Leben plaudert, aber die Themen sind ganz anders.

Damaskus im Herzen und Deutschland im Blick / Rafik Schami

Als Kind hat eine Englische Übersetzung von einem Kinderbuch Rafik Schamis mir so sehr gefallen, dass als ich erfuhr, Schami schiebt ursprünglich auf Deutsch, war ich bestimmt begeistert, von Schami auf Deutsch zu lesen. Leider ist das Buch, das ich ausgewählte, keine Kindererzählung, sondern eine politische Aussage, über Thema die mir am besten auf mich keine Interesse erwecken, am meisten ich einfach nicht verstehe. Trotzdem bin ich zur Ende gekämpft, nicht ohne einige Vergnügen. Schamis eigentümlich Schreibstil ist bunt und lebendig, mit der Qualität, dass er gleichzeitig kindlich und weise erscheint, die eine ständig Lächeln durch die Seiten zeiht. Deshalb bin ich wieder auf der Suche seinen magischen Erzählungen, die ich gern auf Deutsche lesen werde.

Mein deutsches Dschungelbuch / Vladimir Kaminer

Kaminers Erfahrungen sitzen im starken Gegensatz zu Schamis. Ob Schami denkt innig über das Leben und alle, dass in der Welt passiert, scheint Kaminer von einem Erlebnis zu Nächsten ohne Nachdenken oder Kummer zu stolpern. Sein Stil hat nichts von der glühenden, außerirdischen Träumen Schami, sondern wirkt die praktische Umgangssprache, am aus der Autor einer "guter Kerl" zu bilden. Und wenn Kaminer, der vor einem Fluss steht und stellt sich vor, der bester Wahl um sie zu durchqueren sei schwimmen, auch etwas kindisch erscheint, es ist ein anderer Teil von seiner Kindheit, den er erhalten hat. Und während Schami zuhause bleibt und träumt über Vergangenheit und Zukunft, Kaminer geht in der Kneipe, holt sich wieder ein Getränk, und sucht einer Kumpel aus.

Eigentlich werde ich die Beide gern wieder lesen...
mairs_book_reviews: (Default)
Vor zwanzig Jahren, als ich im Internat wohnt, hat eine Genossin mir erzählt, sie liest zur Zeit ein Buch namens die Unendliche Geschichte (freilich auf Englisch). Ich weiß noch nicht, warum, aber das Buch hat damals meine Begeisterung nicht erweckt. Jetzt habe ich ihn auch gelesen, und macht mir sehr viel Spaß dabei. Es ist ein ausgezeichnete Buch! Michael Ende schreibt wirklich nicht als Handwerker, sondern als Künstler. Der Stil ist glänzend, die Erzählung ist meisterhaft - und das Herz ist auch dabei.

Was soll ich sonst sagen?
mairs_book_reviews: (Default)
Kinsella ist englische Autorin, und ich habe dieses Buch mehrmals auf Originalfassung gelesen. Ich habe es dafür ausgewählt, dass ich es so gut kannte, und kann damit einfach entspannen beim Lesen. Auf Deutsch geht es jedoch nicht so gut. Es hat was so - englisch auf der Stil, die Umstände, die Ideen, das passt nicht zu deutsch. Oder vielleicht hat einfach die Übersetzung mir nicht gefallen. Wer weiß? Trotzdem habe ich nachts, vor dem Schlafen, meine Lieblingsabschnitte gelesen.

Die Handlung ist vielleicht mein Herz nah, da es geht um eine Frau, die in einer erstklassigen Rechtsanwaltskanzlei in London arbeitet - bis sie einen Fehler macht. Dann ist alles vorbei. Sie verliert den Kopf, stiegt auf einem Zug ein, und findet sich in dörflich Gloucestershire, als Haushalterin angestellte. Sie weiß aber nichts von Haushaltung, nicht einmal wie eine Waschmaschine wird richtig benützt

Warum sage ich, dass dieses Thema zielt auf meinem eigenen Herz? Ich war sicher nie beim Spitzenfirma eingestellte, habe nie Schwarzen Anzüge getragen, nie Jura studiert, und weiß noch nicht viel von Haushaltung. Trotzdem bin ich hochklug, hochgebildeten - und arbeite als Saisonarbeiter - kaum mehr als Kellnerin - in einem schönen, ausruhenden Ort für einen Stundenlohn. Wie die Hauptfigur dieses Buch hinein habe ich auch eine nette Chefin, und einen verhältnismäßigen großzügig Lohn.

Freilich habe ich niemals mit einem Mann inmitten einem Erdbeerbett geschlafen, und hoffentlich wird es mir nie passieren, dass meine ehemaligen Genossen auf sich nehmen, mich von hier zu holen, um das alltägliche Leben einer Informatiksdoktorin zu Leben ...
mairs_book_reviews: (Default)
Im Gegensatz zu der Mehrheit der Filme, die ich behalte, hat dieser Film eigentlich nichts mit der Wende oder der Geschichte Deutschlands zu tun. Es passiert zwar in Österreich, in einem schönen Tal oben eine See. Eine Frau ist allein in einer Jagdhütte, ihre Freunde kurz in dem Dorf weg, als eine unsichtbare Wand fällt sie herum. Langsam lernt sie die Grenze ihrer neuen, einsamen Welt, begleitet von ihrem Hund, einem Katz, der aber unglücklich früh getötet ist, und eine Kuh. Im Sommer geht sie auf die Alm hinauf, unter die Sonne liegt, und die Heuernte paffende macht. Im Winter muss sie zur Jagdhütte zurückkehren, die Kamin anzünden, und mit ihren Gedanken sitzen. Was für ein Leben.



Alles ist hier gruselig, trübselig, und endlich traurig. Ich habe gern die Bilder des österreichischen Tals angeschauten, aber der Film habe ich keineswegs gemocht. Er hat außerdem keine eigentliche Handlung; alles passiert, ohne zu Ende zu kommen. Fast am Ende hat etwas geschehen, für den keine Erklärung gegeben war, und der keinen Sinn hat - das hatte ich auch nicht gern. Wenn Sie einen Film mit schönen österreichischen Landschaften sehen will, empfehle ich eher "Sound of Music".
mairs_book_reviews: (Default)
Endlich, ein Film, der ich super fand. Scheint mir, dass ich Filme von den Büchern Cornelia Funkes sehr genießen. Offenbar bin ich immer zwölf Jahre alt beim Filmsehen. Die Geschichte ist lustig, die Handlung ist lebendig und lebenslustig, alles ist fröhlich

Es handelt sich um ein Kind, das seine Oma im Land besucht. Die Oma wohnt mit mehreren illegalen Hunden - ihre Nachbarn bringen sie zu ihr, wenn sie verlasst sind, Kühe, Hühnchen, und wer weiß was sonst. Sie hat wahrscheinlich immer kein Geld, aber wann immer sie Besuch von die Nachbarn bekommt, bietet sie Kaffee, Kuchen, oder etwas starker ... beruflich ist die Oma Zeitungsbotin, zu sehen früh morgens auf ihre Fahrrad eilend durch das Dorf, denn sie verspätet sich immer -

- inmitten dieses lebensfreudige Durcheinander kommt das Kind jedes Jahr in den Ferien, und wird froh, dass nichts hat sich verändert - doch, sagt die Oma. Onkel Tom ist gestorben. Also wie kümmert sich um seinen Pferd, wollte das Kind wissen. Seiner Neffe - aber der Neffe weiß nichts von dem Land, dem Dorfleben - und will nichts wissen, sondern einfach das Geld seines Onkels wegnehmen. Er kaufte gern das Pferd zu dem Kind.

Aber dann will er das Pferd wiederhaben - und nicht für günstigen Zweck!

Alles passiert weiter mit Energie, Lebensfreude, und Humor - und natürlich leben alle glücklich bis ans Ende, außer dem Neffe. Prima!

Profile

mairs_book_reviews: (Default)
mairs_book_reviews

January 2015

S M T W T F S
    123
4567 8910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Most Popular Tags

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated Jul. 25th, 2017 06:29 am
Powered by Dreamwidth Studios